Anrechnung beruflicher Aus- und Weiterbildung auf ein Studium - eine Chance für die Gesundheitsfachberufe
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Abstract
Die Forderung nach einer breiteren und höheren Qualifikation der Gesundheitsfachberufe wirft nicht nur die Frage nach den Inhalten der Aus- und Weiterbildung auf, sondern auch die Frage der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung. Anders als in Nachbarländern kann in Deutschland die Berufszulassung nur auf dem Wege der beruflichen Ausbildung an staatlich anerkannten Berufsfachschulen bzw. Schulen des Gesundheitswesens, nicht aber an Hochschulen erworben werden. Aufgrund dieser Besonderheiten im Ausbildungssystem der Gesundheitsfachberufe erlangt die Anrechnung der beruflichen Aus- und Weiterbildung auf ein Studium für diese Berufsgruppe eine besondere Bedeutung. In dem Beitrag werden Instrumente für die Verknüpfung akademischer und beruflicher Bildung aus dem angloamerikanischen Sprachraum und aus Frankreich vorgestellt. Die Voraussetzungen und mögliche Formen der Anrechnung in Deutschland werden beschrieben und anhand von drei gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen der Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin wird beispielhaft aufgezeigt, wie die Anrechnung von beruflichen Aus- und Weiterbildungsleistungen in den Gesundheitsfachberufen konkret erfolgen kann. Der Beitrag schließt mit Empfehlungen, wie der Einsatz von Anrechnungsverfahren durch Politik und Hochschulen befördert werden könnte. (BIBB-Doku)