Selbstwirksamkeit und Motivationsprozesse in Bildungsinstitutionen
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81754
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Beltz
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Weinheim
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Abstract
Neuere Bemühungen um Innovation und Schulreform wenden sich wieder stärker den inneren Verhältnissen der Schule zu, insbesondere den psychologischen Prozessmerkmalen von Bedingungen für Leistungen und Wohlbefinden von Schülern und Lehrern sowie der Qualität von Schule als Lebenswelt. Das Beiheft der Zeitschrift für Pädagogik beschäftigt sich mit der Bedeutung von Selbstwirksamkeit für Motivationsprozesse in der Bildungsinstitution Schule. Selbstwirksamkeitserwartung wird definiert als die subjektive Gewissheit, neue oder schwierige Anforderungssituationen auf Grund eigener Kompetenz bewältigen zu können. Das Konzept beruht auf der sozial-kognitiven Theorie von Bandura. Es lässt sich z.B. auf das Lern- und Leistungsverhalten, die Stressbewältigung und die psychische Befindlichkeit von Lehrern und Schülern anwenden. In einem theoretischen Teil wird das Konzept der Selbstwirksamkeit näher erläutert und aus verschiedenen Perspektiven im Hinblick auf seine Bedeutung für Schulreform, Lernmotivation und Lebensbewältigung diskutiert. In dem sich anschliessenden empirischen Teil werden Befunde zum Zusammenhang von Selbstwirksamkeit und Motivationsprozessen aus dem BLK- Modellversuch "Selbstwirksame Schulen" dargestellt, die ihre schulische Reformarbeit über mehrere Jahre am Konzept der Selbstwirksamkeit orientiert haben. (BIBB2)