Jugendarbeitslosigkeit in Europa: den Letzten beißen die Hunde

bibb.id171217
bibb.voevzlinkhttps://res.bibb.de/vet-repository_762518
dc.contributor.authorSchmid, Günther [Verfasser]
dc.date.accessioned2018-12-17T19:25:45Z
dc.date.available2018-12-17T19:25:45Z
dc.date.issued2015
dc.description.abstractWenn die Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt ankommen, dann reihen sie sich am Ende der Schlange ein. Jugendliche sind in mehrfacher Weise die 'Letzten', meint zumindest Politikwissenschaftler Prof. Dr. Günther Schmid aus Berlin. Sie haben keine oder die geringsten 'Senioritätsrechte'. Kommt es zu Entlassungen, sind sie die Ersten, die gefeuert werden. Werden sie eingestellt, erhalten sie häufig nur befristete Arbeitsverträge. Europaweit sind 42 Prozent der Jugendlichen befristet beschäftigt im Vergleich zu 11 Prozent der Erwachsenen. In Rezessionen herrscht - neben Kündigungen - Einstellungsstopp, d.h., Jugendliche kommen schon gar nicht rein. Kommt es im Aufschwung zu Einstellungen, sind sie die Letzten, weil sie keine Berufserfahrungen sammeln konnten. Der Beitrag analysiert die zentralen Ursachen der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Langfristig gelte es für die Länder mit hoher oder gar dramatisch hoher Jugendarbeitslosigkeit, die institutionellen Kapazitäten für duale Ausbildungssysteme aufzubauen. Inzwischen zeigen mehrere ökonometrisch fundierte Studien, dass vor allem diejenigen EU-Mitgliedstaaten eine geringe Jugendarbeitslosigkeit haben, die sich auf ausgeformte Systeme der dualen Bildung verlassen können. Sowohl die neuere pädagogische Forschung (z.B. Felden et al.) als auch die Theorie lebenslaufbezogener Arbeitsmarktpolitik (z.B. Schmid 2011, 2012) verweisen auf die (notwendige) Renaissance dualer Ausbildungssysteme für eine erfolgreiche Navigation von der Schule in den Beruf und in weiteren kritischen Übergangsphasen im Erwerbsleben. Diese Systeme haben - und das wurde bisher noch zu wenig hervorgehoben - nicht zuletzt auch den Vorteil, für die strukturell gefährdeten Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt einen solidarischen Schutz zu bieten, der dem alten Jägerlatein ('Den Letzten beißen die Hunde') Paroli bieten kann." (Hrsg., BIBB-Doku)
dc.format.extent4 S.
dc.format.illustrationLiteraturangaben, Abb., Tab.
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/handle/BIBB/762518
dc.language.isode
dc.relation.ispartofdenk-doch-mal.de : Online-Magazin für Arbeit - Bildung - Gesellschaft
dc.relation.ispartofvolume(2015), H. 2
dc.rightsNamensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International*
dc.rights.urihttps://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/*
dc.subject.classificationP 1.1 Jugendliche
dc.subject.classificationG 1.2.2.4 Arbeitslosigkeit
dc.subject.classificationG 1.2 Arbeitsmarkt
dc.subject.classificationS 2.3 Berufsbildungspolitik
dc.subject.classificationI 2.2 Europa
dc.subject.otherJugendarbeitslosigkeit
dc.subject.otherEuropa
dc.subject.otherBeschäftigungspolitik
dc.subject.otherBerufsbildungspolitik
dc.subject.otherDuales System
dc.subject.otherLernen und Arbeiten
dc.subject.otherQuantitative Angaben
dc.titleJugendarbeitslosigkeit in Europa: den Letzten beißen die Hunde
dc.typeElektronische Ressource
dc.typeZeitschriftenaufsatz

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