Kompetenz- und Identitätsentwicklung bei arbeitszentrierter Lebensgestaltung : vom "Arbeitskraftunternehmer" zum "reflexiv handelnden Subjekt"
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Abstract
Der Beitrag bezieht sich auf das Projekt "Neue Formen arbeitszentrierter Lebensgestaltung, Kompetenzentwicklung bei Beschäftigten im IT-Bereich", das im Rahmen des BMBF-Programms "Lernkultur Kompetenzentwicklung", Programmbereich "Lernen im sozialen Umfeld" gefördert wird. Auf Beschäftigte im IT- Bereich treffen fast alle Merkmale zu, die für den strukturellen Wandel in der Arbeitswelt charakteristisch sind. Sie entsprechen am ehesten dem idealtypischen Arbeitskraftunternehmer. Der Beitrag begründet, welche Kompetenzen als relevant benannt werden können, worauf man den Fokus bei der wissenschaftlichen Analyse von Kompetenz- und Identitätsförderung lenken und welche Vorstellungen zu Entwicklung, Sozialisation oder Lernen man zugrunde legen könnte. Es wird erstens eine Begründungslinie aufgezeigt, die sich aus stärker soziologisch akzentuierten Analysen der Entwicklungen in der Arbeitswelt und ihrer Auswirkungen auf die Anforderungen an das individuelle Handeln und an die Lebensgestaltung ergeben. Zweitens wird für eine Erweiterung der soziologischen um psychologische und sozialisationstheoretische Perspektiven plädiert, für eine Orientierung nicht nur am Leittypus des Arbeitskraftunternehmers, sondern auch und vor allem am Typus des reflexiv handelnden Subjekts. Und drittens werden Kompetenzen und Identitätsformen umrissen, deren Entwicklung durch die Auseinandersetzung mit Handlungskonflikten in Richtung auf diesen Typus vorangetrieben wird. (BIBB2)