Das Duale System der industriellen Berufsausbildung hat keine Zukunft
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110533
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Abstract
Der Autor vertritt in dem Beitrag die These, dass das Duale System der Berufsausbildung seine Zukunft hinter sich hat. Er greift dabei auf Hannah Arendts Unterscheidung von drei "menschlichen Grundvermögen" zurück: Arbeiten, Herstellen und Handeln. "Dem Dualen System liegt das antiquierte Herstellungsparadigma zugrunde. Es lebt von der Idee des Homo faber, und es übersetzt diese Idee in den Ausbildungsprozess als Einübung von einschlägigen Normen und Handlungsorientierungen. Nicht zuletzt wird dies in dem Sachverhalt deutlich, dass das Ausbildungssystem des Handwerks, in dem ja Prozesse des Herstellens dominieren, auf die Industrie übertragen wurde." Innerhalb der industriellen Arbeit finde jedoch die für den (handwerklichen) Ausbildungsprozess typische Integration einzelner Fähigkeiten und Fertigkeiten keine Korrespondenz mehr. Das Berufsmodell werde durch Flexibilitätsanforderungen aufgelöst. Abschliessend benennt der Autor Entwicklungen, die die Legitimation und den Bestand des Dualen Systems aushöhlen. (IAB2)