Zur funktionalen Differenzierung von Berufen
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161360
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Abstract
Der Beitrag untersucht mit Hilfe der funktionalen Differenzierung die inhaltliche Entwicklung von Berufen seit den 1980er Jahren und stellt die Folgen dieser Entwicklung dar. Eine Synopse der Daten der Erwerbstätigenbefragungen des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB), die in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) seit 1979 im Abstand von etwa sechs Jahren durchgeführt werden, bildet die Auswertungsgrundlage. Die Ergebnisse zeigen, dass sich mit zunehmender Wissensarbeit die Entwicklung von Berufen verändert. Durch den technischen Wandel und Veränderungen in der betrieblichen Arbeitsorganisation werden Routineaufgaben sukzessive ersetzt und komplexere Aufgaben nehmen zu, was sich durch erhöhte Lern- und Kreativitätsanforderungen zeigt. Dieser Wandel vollzieht sich schleichend, stellt aber die Erwerbstätigen in Zukunft vor die Herausforderung, eine Flexibilität im beruflichen Rahmen zu entwickeln. Dabei können gerade die stabilen Inhalte von Berufen Erwerbstätigen helfen, bei beruflicher Flexibilität im Sinne von Berufswechseln ihre Identität als Erwerbspersonen an diesen beruflichen Inhalten auszurichten. Als Aufgabe für die Berufsforschung bleibt, die verschiedenen Facetten ihres Forschungsgebietes (von der Entwicklung von Berufen über den technologischen Wandel bis hin zur Wissensarbeit und ihrer Folgen) zu integrieren. Ein möglicher Ansatz besteht darin, die berufliche Handlungsautonomie im Sinne beruflicher Kompetenzen in den Vordergrund zu stellen. (BIBB-Doku)