Männer auf dem Weg aus der Sozialen Arbeit
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Abstract
"Männer in Sozial-, Erziehungs- und Pflegeberufen sind eine Minderheit. Im Hinblick auf eine geschlechtergerechte Gesellschaft wäre eine größere männliche Präsenz und Erwerbsbeteiligung im weiblich konnotierten Care-Bereich jedoch wichtig. In dem Beitrag geht es um den Status quo und die zukünftige Entwicklung der Geschlechterverteilung im Feld der sozialen Arbeit. Dabei zeigt sich, dass bei wachsender Bedeutung der Sozialen Arbeit Männer in dieser sich entwickelnden Profession immer weniger vertreten sind. Der Beitrag gibt zunächst einen Überblick über Ausmaß und Entwicklung der Geschlechterverteilung der Beschäftigten in verschiedenen Bereichen des Sozialsektors. Auf der Basis der IAB-Daten und des Lohnspiegels wird die Geschlechtersegmentation verdeutlicht, die einhergehend mit einem überproportionalen Teilzeitanteil weiblicher Beschäftigter zu einem Gehaltsgefälle führt. Der Beitrag diskutiert dann die Entwicklung des Männeranteils in der Hochschulausbildung der Sozialen Arbeit der letzten mehr als 30 Jahre. Im Zuge der Ökonomisierung und Professionalisierung der Sozialen Arbeit erwarten viele einen steigenden Männeranteil. Jedoch zeigt sich, dass heute so wenig Männer Sozialpädagogik (absolut) studieren wie zuletzt vor 27 Jahren, das heißt vor dem Boom der Sozialen Arbeit. Auch im Studiengang Sozialwesen sinkt der Anteil männlicher Studierender kontinuierlich. Hinzu kommt ein nachweislich geringerer Bildungserfolg der Männer. Für die zukünftige Entwicklung des Teilarbeitsmarktes der Sozialen Berufe dürfte dies im Hinblick auf Geschlechterverhältnisse erhebliche Bedeutung haben." (Autorenreferat)