Transferierbarkeit des dualen Systems : eine Evaluation dualer Ausbildungsprojekte in Entwicklungsländern im Rahmen des GTZ-Projekts "Strategien zur Einführung dualer Berufsausbildung"
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Berlin
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Abstract
Berufliche Bildung war von Beginn an ein Schwerpunkt der deutschen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern. Für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) war die Frage, welche gemeinsamen oder sich unterscheidenden Merkmale in den dualen Ausbildungsprojekten in den Partnerländern beobachtet werden können und welche Bedingungen deren Einführung begünstigen bzw. behinderten, von besonderem Interesse. Die Bildungsexperten der GTZ weisen durch die Analyse von Projektdaten und Experteninterviews der Akzeptanz des Ausbildungsmodells bei den Betrieben, beim Träger und bei der politischen Führung die höchste Priorität für die Implementationschancen dualer Systeme zu. Das Vorhandensein einer funktionsfähigen Organisationsstruktur, qualifizierten Personals und ausreichender finanzieller Ressourcen wird ebenfalls als wichtig erachtet. Obwohl die Akzeptanz durch die Betriebe von den GTZ-Experten als der zentrale Faktor überhaupt für die erfolgreiche Einführung dualer Modelle angesehen wird, gelang es in der Vergangenheit meistens nicht, die Betriebe stärker in den Berufsbildungsprozess einzubinden. Als vordringliche Aufgabe für die Zukunft wird deshalb ein stärker an der Problemsicht orientiertes Handeln genannt. Das vorgestellte Analyseraster für die Prüfung, Planung und Fortschrittskontrolle von Berufsbildungsprojekten soll hierzu einen Beitrag leisten. (BIBB)