Bildung und Qualifikation im Ländervergleich mit der Schweiz
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115051
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Abstract
Das ibw-Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft hat Bildungswege der Jugendlichen und Jungerwachsenen in der Schweiz und in Österreich untersucht. In der Schweiz wird nach der Pflichtschule stärker die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule in Anspruch genommen. Die maturaführenden Schulen prägen dagegen den Bildungsweg in Österreich. Die unterschiedliche Plazierung der Jugendlichen auf der Sekundarstufe II führt zu weitreichenden Verschiedenheiten des Bildungsverhaltens in beiden Ländern. "Das Beispiel der Schweiz zeigt, dass die duale Bildung und ihre Fortsetzung durch eine bedarfsorientierte Weiterbildung die Garanten für internationale Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft unter Qualifikationsgesichtspunkten sind. Es wird erkennbar, dass ein attraktives wirtschaftsorientiertes Bildungsangebot ausserhalb der Universitäten die bedarfsorientierte Berufsplazierung und damit die Berufschancen der Jugendlichen erhöht. Für die österreichische Bildungsdiskussion sind zwei Aspekte besonders interessant: a) die hohe Durchlässigkeit des dualen Systems der Erstausbildung in Betrieb und Berufsschule in Richtung Weiterbildung auf der Tertiärstufe des Schweizer Bildungssystems; b) das sehr praxisorientierte Angebot an etwa 3jährigen Ausbildungen mit dem Schwerpunkt Technik und Betriebswirtschaft auf der Tertiärstufe des Bildungssystems neben den Universitäten, die diese entlasten." (IAB2)