Transitionen : zur Sozialpsychologie biographischer Wandlungsprozesse
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104120
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Tübingen
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Abstract
"Transitionen, Übergangsprozesse von Menschen aus eingelebten Lebensabschnitte und -zusammenhängen in andere, neue, fremde, prägen in immer entscheidenderer Art und Weise Lebensläufe in der heutigen Gesellschaft. Anknüpfend an Mead und Elias werden Transitionen hier nicht als individuelle Anpassungen an veränderte Umstände, sondern als ganzheitliche Sozialisationsprozesse, als Veränderungen von Menschen in ihrem Beziehungsgeflecht verstanden. Welzer ist mit dieser Zusammenführung von Entwicklungspsychologie und Sozialisationsforschung eine vielversprechende, mit Sicherheit weitere Forschungen anregende theoretische Fortentwicklung gelungen. (...) Empirisch zeigt er anhand von Fallanalysen mit DDR- Übersiedlern, dass die Erforschung von Transitionen auch eine Interaktion von Einheimischen und Fremden ist und dass der Forschungsprozess selbst als Teil des Geschehens angesehen werden kann, das er zu untersuchen vorgibt. Diese Analysen sollte jeder, der mit offenen interviews im sozialwissenschaftlichen Bereich arbeitet, als Lehrstücke betrachten." (Philipp Mayring)