Weiterbildung durch Tarifvertrag : am Beispiel der betrieblichen Umsetzung des Lohn- und Gehaltsrahmentarifvertrages I der Metallindustrie in Nordwürttemberg/Nordbaden
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Abstract
"Die berufliche Weiterbildung hat in den vergangenen Jahren eine unübersehbare Renaissance erfahren. Beschleunigter technischer Wandel, veränderte Produktions- und Arbeitsstrukturen und Fachkräftemangel erfordern eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten. Die betriebliche Realität der beruflichen Weiterbildung zeigt jedoch ein zwiespältiges Bild: Steigenden finanziellen Aufwendungen für Qualifizierungsmassnahmen stehen Daten über eine nach wie vor scharfe Polarisierung der Weiterbildungsteilnahme nach sozialen und bildungsbezogenen Kriterien gegenüber. Welchen Beitrag können die von vielen Gewerkschaften geforderten und in einigen Fällen auch bereits durchgesetzten Weiterbildungstarifverträge leisten? Der Artikel informiert über erste Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojekts zur betrieblichen Umsetzung des ersten grossen Flächentarifvertrages mit Qualifizierungsbestimmungen, den Lohn- und Gehaltsrahmentarifvertrag I für die Metallindustrie in Baden- Württemberg von 1988, und ordnet sie in die aktuelle Debatte um berufliche Qualifizierung und Weiterbildung ein." (Autorenreferat)