Das Berufsprinzip im Kontext neuer Strukturkonzepte der Aus- und Weiterbildung und der Flexibilisierungsdiskussion
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127137
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Abstract
"Fehlende Ausbildungsplätze sowie die Diskussion um ausbildungsreife Jugendliche und den europäischen Qualifikationsrahmen haben die Flexibilisierungsdebatte von Berufen in der Ordnungsarbeit neu in Gang gesetzt. Ausgehend von den Grundlagen des Berufsbildungsgesetzes geht der Beitrag der Frage der individuellen, beruflichen und gesellschaftlichen Bedeutung des Berufsprinzips nach. Darüber hinaus greift er die Kritik am Berufsprinzip im historischen Kontext auf und untersucht seine ordnungspolitische Dimension. Diese wird am Beispiel der IT-Aus- und Weiterbildung, der Medienberufe sowie der neuen Dienstleistungs- und Einzelhandelsberufe entfaltet, die sich als gestaltungsoffene Strukturkonzepte verstehen und am Leitbild der Handlungsorientierung ausgerichtet sind. Abschließend stellt der Autor Thesen für die Weiterentwicklung des Berufsprinzips anhand der Fragen der Durchlässigkeit, der Binnendifferenzierung, der Förderung des Fachkräftenachwuchses, des europäischen Referenzrahmens und der Schaffung von Basisberufen zur Diskussion. Der Beitrag zeigt auf, wie anpassungsfähig und dynamisch das Berufsprinzip ist und welche Gelenkfunktion es zwischen Ausbildung und Beschäftigung hat; zugleich wird davor gewarnt, dass mit der Flexibilisierung eine Tendenz zu seiner Zersplitterung und Aushöhlung entstanden sei, der man entgegenwirken müsse." (Autorenreferat, BIBB-Doku)