Kluge Köpfe und goldene Hände
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Abstract
Es gibt überdurchschnittlich begabte Berufslernende, und es gibt sie in allen Berufsfeldern. Dies belegt die Schweizer Längsschnittstudie "Hoch begabt und nur Lehrling?". Sie gibt Auskunft, wie viele überdurchschnittlich begabte Lernende es in der beruflichen Ausbildung gibt, welches ihre Begabungsprofile sind und wie sie sich von durchschnittlich begabten Auszubildenden unterscheiden und wie ihre berufliche Entwicklung verläuft. 2004 wurden an 21 Schweizer Berufsschulen Lernende des ersten Lehrjahres in Bezug auf ihre praktische, technische und analytische Begabung getestet. Ergebnis der Studie ist, dass Leistungsmotivation, Interessen und Zielstrebigkeit wichtiger für die Entwicklung von Leistungsexzellenz sind als überdurchschnittliche Intelligenz. Gefragt sind "kluge Köpfe mit goldenen Händen". Auszubildende mit am besten entwickelter Leistungsexzellenz zeichnen sich durch ein hohes Maß an Flexibilität und Effizienz sowie Stressresistenz aus. Der Beitrag stellt Ergebnisse der Studie vor, die insgesamt auf die Notwendigkeit einer ausgewogeneren Begabtenförderung verweisen. Berufliche Begabtenförderung sollte eine gleichwertige Position neben der allgemeinen, auf die akademische Begabung ausgerichtete Begabung bekommen. Berufsbildung dürfe nicht zum Durchgangsstadium von Akademikerkarrieren werden. (BIBB)