Lohnstrukturverzerrung und betriebliche Ausbildung : empirische Analyse des Acemoglu-Pischke-Modells mit Daten des IAB- Betriebspanels

bibb.id81313
dc.contributor.authorBeckmann, Michael [Verfasser]
dc.date.accessioned2018-12-17T10:26:19Z
dc.date.available2018-12-17T10:26:19Z
dc.date.issued2002
dc.description.abstract"Der Beitrag untersucht die Determinanten betrieblicher Ausbildungsentscheidungen, die aus dem Acemoglu-Pischke-Modell (APM) folgen, auf ihren empirischen Gehalt für westdeutsche Firmen. Hierbei kommen die Daten des IAB-Betriebspanels zur Anwendung. Entgegen der Überlegungen des Standardmodells der Humankapitaltheorie von Becker, wonach Arbeitgeber sich unter keinen Umständen an der Finanzierung allgemeiner Humankapitalinvestitionen beteiligen, ist in der Realität durchaus ein finanzielles Engagement der Betriebe bei der beruflichen Erstausbildung zu beobachten. Acemoglu/Pischke versuchen, diesen Widerspruch mithilfe eines formalanalytischen Modells aufzuklären. Sie zeigen, dass Arbeitgeber durchaus einen Anreiz haben können, Humankapitalinvestitionen vorzunehmen, selbst wenn die vermittelten Qualifikationen vollkommen allgemeiner Natur sind. Den entscheidenden Punkt hierbei stellt die Existenz von Lohnstrukturverzerrungen im Sinne von wage compression dar. Die beiden Autoren identifizieren in diesem Zusammenhang Mobilitätskosten, asymmetrische Informationen, Komponenten betriebsspezifischen Humankapitals, Effizienzlöhne sowie Lohnuntergrenzen, wie z. B. Tariflöhne, als mögliche Ursachen für Lohnstrukturverzerrungen. Als ökonometrisches Modell kommt ein zensiertes Regressionsmodell zur Anwendung, das zum einen mit dem gewöhnlichen Tobit ML-Schätzer und zum anderen mit dem censored least absolute deviations-Schätzer (CLAD) geschätzt wird. Der CLAD-Ansatz hat gegenüber einer Tobit-Schätzung den Vorteil, dass die Schätzungen auch bei heteroskedastischen Störgrössen und Abweichungen von der Normalverteilung konsistent sind. Die Schätzergebnisse bestätigen in weiten Teilen die Implikationen des APM. Es ist aber auch zu beobachten, dass offenbar nicht alle Marktunvollkommenheiten und Institutionen, die zu Lohnstrukturverzerrungen führen, gleichermassen für betriebliche Ausbildungsentscheidungen bedeutsam sind. Während die Modellschätzungen z. B. eine Interpretation im Hinblick auf einen messbaren Einfluss von Mobilitätskosten, Lohnuntergrenzen sowie der Komplementarität zwischen allgemeinen und spezifischen Qualifikationen unterstützen, scheint insbesondere der Befund zu Poaching-Externalitäten die Relevanz von asymmetrischen Informationen doch eher zu begrenzen. Im Einklang mit dem APM stehen wiederum diejenigen Befunde, die die Überlegungen zum high (low) quit-low (high) training equilibrium von Acemoglu/Pischke bestätigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
dc.format.extentS. 189-204
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/handle/BIBB/693195
dc.language.isode
dc.relation.ispartofMitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
dc.relation.ispartofvolume35 (2002), H. 2
dc.subject.classificationG 1.3.1.1 Ausbildungsstellenmarkt
dc.subject.classificationS 3.2 Unternehmen und Behörden
dc.subject.classificationS 1.3 Berufliche Erstausbildung
dc.subject.classificationS 4.3.6 Human Capital
dc.subject.classificationG 1.2.2.1 Lohn- & Tarifsysteme
dc.subject.classificationT 3.5 Statistik
dc.subject.classificationT 3.4 Befragung
dc.subject.otherAusbildungsverhalten
dc.subject.otherBetriebliche Berufsausbildung
dc.subject.otherAusbildungsinvestition
dc.subject.otherEinflussfaktor
dc.subject.otherHumankapital
dc.subject.otherLohnstruktur
dc.subject.otherIAB-Betriebspanel
dc.subject.otherQuantitative Angaben
dc.subject.other1999-2000
dc.titleLohnstrukturverzerrung und betriebliche Ausbildung : empirische Analyse des Acemoglu-Pischke-Modells mit Daten des IAB- Betriebspanels
dc.typeText
dc.typeZeitschriftenaufsatz

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