Der Bildungsurlaub in Belgien : Wird der Rechtsanspruch gekippt?

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Abstract

Das Gesetz über den Bildungsurlaub von 1985, das ein individuelles Recht der Arbeitnehmer auf Bildung ermöglicht, ist das Ergebnis einer langen Geschichte und stellt einen historischen Kompromiss zwischen den Sozialpartnern und dem Staat dar. Von der belgischen Regierung wurde unter dem Druck des angewachsenen Finanzierungsdefizits das Recht auf Bildungsurlaub beschnitten, wobei kurze und eher berufsbezogene Kurse zuungunsten von längeren Kursen von den Kürzungen verschont bleiben. Der Beitrag zeichnet die Geschichte des Gesetzes und seiner Anwendung nach, erklärt die Gründe für das derzeitige Haushaltsdefizit und inwiefern die getroffene Entscheidung eine Scheinlösung darstellt. Abschliessend wird auf neue Perspektiven für das Bildungsrecht der Arbeitnehmer eingegangen. (BIBB)

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