Paradigmenwechsel im Ausbildungssystem?

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Im Spiegel von drei aktuellen wissenschaftlichen Gutachten (Baethge/Solga//Wieck; Euler/Severing; Reformwerkstatt NRW unter Federführung von Rauner) und der betrieblichen Praxis der Berufsbildung befasst sich der Beitrag mit zentralen Struktur- und Entwicklungsproblemen des deutschen Ausbildungssystems. Vor dem Hintergrund von Globalisierung und Wissensgesellschaft werden das das Verhältnis von wissenschaftlichem Wissen und Erfahrungswissen in der Ausbildung sowie die Konsequenzen der zunehmenden Europäisierung der Bildung betrachtet. Während in der wissenschaftlichen Diskussion die Notwendigkeit eines Paradigmenwandels der Ausbildung umstritten ist - das Göttinger Gutachten stellt die Bildungsmobilität in den Mittelpunkt, Euler/Severing wollen die Teilsysteme der Ausbildung durch Modularisierung verknüpfen, im Zentrum des NRW-Vorschlags steht die Kategorie des erfahrungsgeleiteten Facharbeiters - hat die betriebliche Praxis bereits mit der Übernahme europäischer Anforderungen begonnen. In einer Vielzahl EU-geförderter Projekte werden Bausteine, modulare Ausbildungskonzepte und universalisierbare Bildungsinhalte entwickelt. Eine offene Frage ist, ob kompetenzbasierte Bildungsbausteine zu gravierenden Änderungen in der Praxis führen. In der Logik europäischer Entwicklung laufen wechselseitige Anerkennung und Zertifizierung von informellen Kompetenzen vielmehr auf Dekontextualisierung von Qualifikationen und Dekonstruktion von geschlossenen Bildungsgängen hinaus. (BIBB-Doku)

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