Lehren und Lernen mit multimedialen Lernumgebungen (Themenschwerpunkt)
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Abstract
Wie gut sind multimediale Lernprogramme? Wie kann die Qualität von Lernprogrammen auf CD-ROM bzw. im Internet bewertet werden? Auf welchen pädagogischen Theorien basieren die angebotenen Lernumgebungen? Die Beiträge des Heftes gehen auf diese Fragen ein. SCHNOTZ untersucht auf der Basis einer konstruktivistischen Lehr-Lern-Philosophie das didaktische Potenzial multimedialer Lernumgebungen. Neben einer theoretischen Klärung des Begriffs "Multimedia" werden zwei wesentliche Merkmale multimedialer Lernumgebungen untersucht: die Verwendung verschiedener Zeichensysteme sowie die Möglichkeit linearer Informationsangebote in Hypermedien. Er zeigt dabei Möglichkeiten auf, wie multimediale Lernumgebungen Lernprozesse unterstützen können, aber auch welche Einschränkungen mit verschiedenen Designmerkmalen verbunden sind. TERGAN setzt sich mit der weit verbreiteten Praxis auseinander, Bildungssoftware mit Kriterienkatalogen zu evaluieren. Er zeigt Probleme auf, die mit dem Einsatz von Kriterienkatalogen verbunden sind (Objektivität, Reliabilität, Validität) und stellt Möglichkeiten dar, wie Kriterienkataloge effektiv bei der Qualitätsbeurteilung von Bildungssoftware eingesetzt werden können. SCHAUMBURG/RITTMANN geben einen Überblick über Evaluationsmethoden für webbasierte Lernumgebungen und untersuchen, welche Evaluationsansätze des Instruktionsdesign sich auf webbasierte Lernumgebungen übertragen lassen. BRÜNKEN/ LEUTNER untersuchen in einer empirischen Studie, welche Auswirkung die Informationsdarbietung in verschiedenen Zeichensystemen auf den Lernerfolg haben. Dazu vergleichen sie visuelle und audiovisuelle Varianten einer multimedialen Lernumgebung. Ihre Ergebnisse zeigen, welche differenzierten Auswirkungen einzelne Designentscheidungen bei der Konstruktion multimedialer Lernumgebungen haben können. PLÖTZNER/HÄRDER prüfen in einer empirischen Studie, wie die Probleme beim Lernen mit Hypertexten - kognitive Überlast sowie Desorientierung - durch zusätzliche Navigationshilfen sowie das Anregen mentaler Verarbeitungsprozesse überwunden werden können. (BIBB2)