Arbeitszeitflexibiliserung im Spannungsfeld zwischen Arbeitszeitpolitik und Arbeitszeitwünschen : Arbeitszeitpräferenzen von FahrerInnen im Öffentlichen Personennahverkehr
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91061
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Abstract
"Die gegenwärtige Richtung der Diskussion um Arbeitszeitflexibilisierung lässt befürchten, dass der Legitimationscharakter ökonomischer Funktionalitätslogiken den Blick auf die soziale Verfasstheit gesellschaftlicher Zeitstrukturen verschliesst. Damit wird aber verkannt, dass Lage und Dauer der Erwerbsarbeitszeit nicht nur dass gesundheitliche Wohlbefinden der Beschäftigten beeinflussen, sondern hierüber auch individuelle Lebenschancen hinsichtlich der Möglichkeiten sozialer Teilhabe entweder ver- oder erschlossen werden. In diesem Zusammenhang werden im folgenden Beitrag Ergebnisse aus einem empirischen Forschungsprojekt im Öffentlichen Personennahverkehr vorgestellt. Der hohe Bedeutungsgrad der Chance, am allgemeinen gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, lässt sich insbesondere an den Arbeitszeitpräferenzen des Fahrpersonals im Öffentlichen Personennahverkehr darstellen. Für die meister der dort beschäftigten Fahrerinnen und Fahrer ist das Wort Normalarbeitszeit nämlich von jeher ein Fremdwort gewesen." (Autorenreferat, IAB-Doku)