Entwicklungsaufgaben als soziale Normsetzung : Reaktionen Erwachsener auf Lösungsmodi von Entwicklungsaufgaben Jugendlicher
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Abstract
Die Konzeption der Entwicklungsaufgaben nimmt u.a. lebensalterbezogene soziale Entwicklungserwartungen an. Anhand von zweiausgewählten Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz wurde geprüft, ob diese tatsächlichvon aussen an die Jugendlichen gestellt werden. Mittels eines Fragebogens wurden die Bewertung sowie die Sanktions- bereitschaft anhand eigener Gefühlszuschreibungen von 123 erwachsenen Personengegenüber männlichen Adoleszenten erhoben, die die Entwicklungsaufgaben Beruf undAutonomie entweder verfrüht oder erwartungsgemäss oder verspätet erfüllten. DieAltersnormsetzung durch soziale Entwicklungserwartungen liess sich bestätigen. Die Rigidität der Normen ist aufgabenspezifisch, jedoch nicht vom Geschlecht, dem Alterund der sozialen Schicht der Aufgabenstellenden abhängig. Verfrühte Lösung der Entwicklungsaufgaben wird von Erwachsenen am meisten, willentliches Nichtlösen am wenigsten geschätzt. Nonkonformistische erwachsene Personen geben jenen Jugendlichen, die Entwicklungsaufgaben nicht lösen wollen, die besserenZukunftschancen als konformistische.