Akademisierung und Professionalisierung der Berufsschullehrerbildung - Historische Stationen, systematische Argumente
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Abstract
"Die vollakademische Ausbildung der Gewerbelehrer feiert derzeit ihren fünfzigsten Jahrestag. Nach einzelnen Pilotversuchen in der Weimarer Republik wurde zu Beginn der 1960er Jahre der Akademisierungspfad der Berufspädagogen vornehmlich an den Technischen Hochschulen (RWTH Aachen, TH Darmstadt, TU Berlin usf.) eröffnet. Mit dieser Entscheidung ging eine Professioalisierung der Berufsschullehrerbildung einher, die mit den 2004 verabschiedeten KMK-Standards für die Lehrerbildung und den unlängst vorgelegten Ländergemeinsamen inhaltlichen Anforderungen an die Fachwissenschaften und Beruflichen Fachdidaktiken eine Zäsur erfährt." Der Beitrag nimmt die historischen Stationen auf dem Weg zur vollakademischen Gewerbelehrerausbildung in den Blick, betrachtet die Modelle und curriculare Struktur der Gewerbelehrerstudiengänge und schließlich Aspekte des jüngeren Professionalisierungsdiskurses vor dem Hintergrund der konsekutiv aufgebauten Bachelor- und Masterstudiengänge. In seiner Schlussbemerkung stellt der Autor fest, dass das konsekutive Studienmodell mit der ordnungspolitischen Differenzierung zwischen Bachelor- und Masterstudium die Professionalisierung der Berufsschullehrerbildung behindere. Er sieht in der Polyvalenz des BA-Abschlusses auf der einen Seite und der curricularen Indefferenz zwischen BA- und Masterstudium auf der anderen Seite die Ursache für ein inhomogenes Professionalisierungskonzept. Abschließend bündelt er in seinem vorläufigen Fazit kritische Bemerkungen zum gegenwärtigen Diskurs der Professionalisierung. (BIBB-Doku)