Aufstieg durch Bildung? : zu den Paradoxien einer traditionsreichen bildungspolitischen Parole
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Abstract
"Unter dem Titel 'Aufstieg durch Bildung' propagiert die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland seit Januar 2008 ihre bildungspolitische 'Qualifizierungsinitiative'. So klar, eindeutig und vielversprechend dieses gar nicht so neue Programm auch klingen mag, es lässt wichtige Fragen offen. Im Zentrum dieses Artikels steht die Voraussetzungsfrage, wie die abstrakt als Aufstiegsvoraussetzung postulierte Bildung mit dem Bildungsverständnis derer vereinbar ist, die darüber entscheiden, welche Bildung als Anspruchsgrundlage für welchen Aufstieg anerkannt wird. Im Detail soll dabei auf zwei wesentliche Aspekte eingegangen werden: (1) Es ist zu klären, wie und durch wen das Aufstiegsversprechen unter den gegebenen sozialen, politischen und ökonomischen Verhältnissen überhaupt eingelöst zu werden vermag. (2) Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, ob der postulierte Aufstieg durch Bildung jenseits volks- und betriebswirtschaftlicher Funktionserfordernisse (beispielsweise als kritische Urteilskompetenz) gesellschaftspolitisch überhaupt erwünscht ist. Bei der Erörterung der einzelnen Aspekte wird akzentuiert, was in der bisherigen Diskussion meistens vernachlässigt oder ganz ausgeblendet wird." (Autorenreferat, BIBB-Doku)