Besser verzahnt : Berufs- und Hochschulbildung in Österreich und der Schweiz
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WZB
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Berlin
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Abstract
"In Deutschland sind die berufliche und die akademische Bildung traditionell getrennte Welten mit ganz unterschiedlichen Bildungszielen, Organisationsprinzipien und Regelapparaten. Dass diese starre Trennung nicht mehr zeitgemäß ist, zeigen eine Reihe aktueller Entwicklungen. Der Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft drohen qualifizierte Arbeitskräfte zu fehlen und viele Jugendliche streben nach immer besserer (Aus-)Bildung. In Deutschland wurde in den letzten Jahren vermehrt versucht, Brücken zwischen Berufs- und Hochschulbildung zu bauen - bislang allerdings mit unzureichendem Ergebnis. Die Umsetzung des KMK-Beschlusses von 2009 zur Zulassung zum Hochschulstudium ohne Reifeprüfung für beruflich Qualifizierte krankt beispielsweise an mangelnden Beratungsangeboten und spärlicher Studienfinanzierung. Die stark expandierenden dualen Studiengänge verbinden zwar Elemente des akademischen und des beruflichen Lernen, sie richten sich derzeit aber hauptsächlich an besonders Leistungsstarke mit Hochschulzugangsberechtigung. Hier bietet sich ein Blick nach Österreich und in die Schweiz an. In beiden Ländern finden sich relativ ähnliche Rahmenbedingungen. Allerdings haben sich in den beiden Nachbarländern Deutschlands mit der Zeit hybride Organisationsformen durchgesetzt, die berufliche und akademische Bildung sowie Sekundär- und Hochschulbildung systematisch verknüpfen. Hybridität bedeutet hier eine Form der institutionellen Durchlässigkeit, da inhaltliche und regulative Elemente aus den Bereichen Berufsbildung und Hochschule als gleichwertig angesehen und miteinander verzahnt werden." (Autorenreferat; BIBB-Doku)