Corona-Ausbildungsstudie : Sonderstudie zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die duale Berufsausbildung
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Abstract
„Die Corona-Pandemie hat offensichtlich zu deutlich mehr Verstößen gegen Mindeststandards in der beruflichen Ausbildung geführt. Einen enormen Anstieg gab es demnach bei den sogenannten ausbildungsfremden Tätigkeiten, die Azubis erledigen müssen, obwohl sie nicht zu den Ausbildungsinhalten gehören. Selbst Kürzungen von Vergütung und Urlaub sind für Auszubildende keine Ausnahmen. Und: Mehr als ein Drittel der Befragten befürchtet, die Ausbildung nicht erfolgreich abschließen zu können, weil Ausbildungsinhalte nicht vermittelt wurden.“ Laut DGB habe die Pandemie den digitalen Nachholbedarf an beruflichen Schulen einmal mehr deutlich gemacht. Angesichts der dramatischen Lage auf dem Ausbildungsmarkt – 2020 wurden erstmals seit über 40 Jahren weniger als 500.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen plädiert der DGB in diesem Zusammenhang für eine gesetzliche Ausbildungsgarantie. Jedem jungen Menschen, der eine Ausbildung sucht, müsse der Weg in eine anerkannte vollqualifizierte Ausbildung garantiert werden, wobei eine betriebliche Ausbildung dabei immer Vorrang haben sollte. Gefördert werden solle dies durch einen solidarisch finanzierten Zukunftsfonds. „Die Ergebnisse der Corona-Ausbildungsstudie zeigen deutliche Qualitätsprobleme in Berufsschulen und Betrieben auf. Fast alle Auszubildenden waren von Home-Schooling bzw. Distanzunterricht betroffen, mit der Qualität des Unterrichts in diesen Phasen sind mehr als die Hälfte der Befragten unzufrieden.“ (Textauszug; BIBB-Doku)