Lernfähigkeit : unser verborgener Reichtum. UNESCO-Bericht zur Bildung für das 21. Jahrhundert

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Luchterhand

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Die von der UNESCO eingesetzte internationale Kommission "Bildung für das 21. Jahrhundert" unter dem Vorsitz von Jaques Delors stellt in dem Bericht zukunftsweisende Denkansätze für den Bildungsbereich dar. Der zentrale Begriff ist lebenslanges Lernen, das für gegenwärtige und zukünftige Gesellschaften eine Schlüsselrolle spielt. Es wird vorgeschlagen, dass alle Gesellschaften auf eine notwendige Utopie in Erziehung und Bildung hinarbeiten sollten. Die Kommission plädiert für eine erhöhte Durchlässigkeit zwischen Schulausbildung und Arbeitserfahrung. Die Weiterentwicklung von lebenslangem Lernen heisst nicht nur Anpassung an eine veränderte Berufs- und Informationswelt, sondern schliesst die Entwicklung des kreativen Potentials der gesamten Persönlichkeit mit ein. Die Notwendigkeit mehrsprachiger Bildung sowie der Medien- und Kommunikationserziehung wird betont. Erziehung zum und für Pluralismus als Wertschätzung und Anerkennung anderer Kulturen wird besonders herausgestellt. Gegliedert ist der Bericht in neun Kapitel: (1) Von der lokalen Gemeinschaft zur Weltgesellschaft, (2) Vom sozialen Zusammenhang zu demokratischer Partizipation, (3) Vom wirtschaftlichen Wachstum zur menschlichen Entwicklung, (4) Die vier Säulen der Bildung, (5) Lebenslanges Lernen, (6) Von der Grundbildung bis zur Universität, (7) Lehrer auf der Suche nach Perspektiven, (8) Optionen für die Bildung : der politische Faktor, (9) Internationale Kooperation : Bildung im globalen Dorf. Der UNESCO-Bericht ist das Ergebnis weltweiter Konsultationen und Analysen über einen Zeitraum von drei Jahren. Er endet mit einem Appell für mehr Bildungsausgaben, sowohl national als auch international und für eine starke internationale Zusammenarbeit in Bildungsfragen. In Fachkreisen wird der Bericht als wichtiger Impulsgeber für die deutsche und europäische Bildungsdiskussion beurteilt. (BIBB2)

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