Probleme der systematischen Realisierung von Fallstudienarbeit unter den Rahmenbedingungen des kaufmännischen Schulwesens
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80474
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Stuttgart
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Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der unterrichtlichen Gestaltung von Fallstudien. Es wird untersucht, wie Entscheidungsprozesse in Fallstudien in Kleingruppen ablaufen und auf welche Weise Entscheidungsfindung gefördert werden kann. Berufsschüler erhielten den Auftrag, in einer Fallstudie "Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Verpackungssteuer" im Rahmen eines geleiteten Problemlösens Entscheidungsalternativen hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile zu diskutieren und auf dieser Grundlage Entscheidungen zu treffen. Die Hälfte der Lernenden unterhielt zur Unterstützung der Diskussion eine Entscheidungsmatrix, in den anderen Gruppen übernahm ein Moderator die Aufgabe, die Kleingruppendiskussion zu leiten. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Moderatorengruppen überlegen waren. Die Diskussionen verliefen strukturierter und die Verhaltensweisen sowie das komplexe Anspruchsniveau waren anspruchsvoller und vielgestaltiger. Der Beitrag basiert auf dem Forschungsvorhaben "STEINFALKE", das im Rahmen des Schwerpunktprogramms der Deutschen Forschungsgemeinschaft "Lehr-Lern-Prozesse in der kaufmännischen Erstausbildung" durchgeführt wurde. (BIBB2)