Social distance and wage inequalities for immigrants in Switzerland
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Ausbildungsmarkt und Beschäftigungssystem
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Abstract
"This study investigates the impact of the social distance between immigrants and Swiss natives on wage inequalities. Social distance is assumed to be high when immigrants come from a different culture, a different education system and speak a different language. By combining these three aspects, this article goes beyond existing studies that only focus on cultural differences. The empirical findings indicate that, net of education, immigrants with a high or very high social distance from the receiving society are strongly disadvantaged in terms of their salaries. Additional analyses show that the impact of typical explanatory factors for labour market success such as education, citizenship and length of stay also vary by the degree of social distance between immigrants and their destination country. The analyses are based on data from the Swiss Labour Force Survey for the years 2010 and 2011, which allow for detailed analyses on individual immigrant groups due to oversampling." (Authors' abstract, BIBB-Doku)
Der Beitrag untersucht den Einfluss von sozialer Distanz zwischen Einwanderern und gebürtigen Schweizern auf Lohnunterschiede. Neben kulturellen Aspekten, werden in der Analyse auch Unterschiede im Bildungssystem und Sprachbarrieren berücksichtigt. Ein zentrales Ergebnis ist, dass die Einkommensunterschiede zwischen Einwanderern und Einheimischen umso größer sind, je größer die soziale Distanz zwischen den beiden Gruppen ist. Beispiele für Herkunftsländer mit besonders großer sozialer Distanz zur Schweiz sind die Türkei und das ehemalige Jugoslawien. Einwanderer aus diesen beiden Herkunftsländern verdienen auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit im Durchschnitt deutlich weniger als Schweizer. Besser stellt sich die Situation für Einwanderergruppen dar, wenn es Überschneidungen bei Sprache und Kulturkreis gibt. Besonders hoch sind die durchschnittlichen Löhne von Migranten aus Deutschland und Österreich - ihr Verdienst ist unter Berücksichtigung von Qualifikation und Tätigkeit sogar geringfügig höher als bei Schweizern. Je größer die Unterschiede zwischen Herkunfts- und Zielland sind, desto mehr profitieren Einwanderer von einer langen Aufenthaltsdauer. Deutsche und Österreicher sind den soziokulturellen Verhältnissen in der Schweiz von vornherein bereits so gut angepasst, dass sich die Aufenthaltsdauer kaum mehr auf das Gehalt auswirkt. Die Analysen basieren auf Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) aus den Jahren 2010 und 2011. (BIBB-Doku)
Der Beitrag untersucht den Einfluss von sozialer Distanz zwischen Einwanderern und gebürtigen Schweizern auf Lohnunterschiede. Neben kulturellen Aspekten, werden in der Analyse auch Unterschiede im Bildungssystem und Sprachbarrieren berücksichtigt. Ein zentrales Ergebnis ist, dass die Einkommensunterschiede zwischen Einwanderern und Einheimischen umso größer sind, je größer die soziale Distanz zwischen den beiden Gruppen ist. Beispiele für Herkunftsländer mit besonders großer sozialer Distanz zur Schweiz sind die Türkei und das ehemalige Jugoslawien. Einwanderer aus diesen beiden Herkunftsländern verdienen auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit im Durchschnitt deutlich weniger als Schweizer. Besser stellt sich die Situation für Einwanderergruppen dar, wenn es Überschneidungen bei Sprache und Kulturkreis gibt. Besonders hoch sind die durchschnittlichen Löhne von Migranten aus Deutschland und Österreich - ihr Verdienst ist unter Berücksichtigung von Qualifikation und Tätigkeit sogar geringfügig höher als bei Schweizern. Je größer die Unterschiede zwischen Herkunfts- und Zielland sind, desto mehr profitieren Einwanderer von einer langen Aufenthaltsdauer. Deutsche und Österreicher sind den soziokulturellen Verhältnissen in der Schweiz von vornherein bereits so gut angepasst, dass sich die Aufenthaltsdauer kaum mehr auf das Gehalt auswirkt. Die Analysen basieren auf Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) aus den Jahren 2010 und 2011. (BIBB-Doku)