Personale Traits und selbstregulative States zur Beschreibung von Unterrichtsprozessen
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Abstract
Der Beitrag untersucht, wie Lehr-Lern-Umgebungen zu konstruieren und zu gestalten sind, um die für ein erfolgreiches Lernen notwendigen Vermittlungsprozesse aus kognitiver, metakognitiver und motivationaler Perspektive anzuregen. "Zur Beschreibung von Unterrichtsprozessen differenzieren die Autoren zwischen personalen traits und selbstregulativen states in Lehr-Lernprozessen. Unter trait-Merkmalen werden überdauernde Persönlichkeitsmerkmale gefasst, unter state-Merkmalen dagegen die in der Situation aktualisierten [...]. In einem quasi-experimentellen Design (N = 353 Lernende des Wirtschaftsgymnasiums) werden unterschiedliche Interventionen hinsichtlich ihrer trait und state-Effekte geprüft. Grundlage jeglicher Intervention sind komplexe Lehr-Lernarrangements, deren instruktionaler Einsatz basierend auf den Theorien zum selbstregulierten Lernen unterschiedlichlich gestützt wird: (1) durch individuelle Förderung im Bereich der Regulierung des Selbst, (2) durch individuelle Förderung im Bereich der Regulierung des kognitiven Systems mittels kognitiver und metakognitiver Lernstrategien sowie (3) durch eine kombinierte Förderung beider Bereiche. Die empirischen Befunde zeigen, dass selbstregulative states im Gegensatz zu personalen traits zuverlässige Prädikatoren der Lernleistung sind und bezogen auf konkrete Lernsituationen hilfreiche Indikatoren zur Verbesserung von Lehr-Lernprozessen sein können." (Autorenreferat, BIBB-Doku)