Girls' Day and Boys' Day - gelungene Variante der Mädchen- und Jungenförderung an Schulen?
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132107
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Abstract
Girls and Boys' Days als Schnuppertag im geschlechtsuntypischen Berufsfeld sollen dazu beitragen, dass stereotype Geschlechtergrenzen überwunden werden und der Blick auf berufliche Perspektiven erweitert wird. Ausgangspunkt dieser Schulprogramme ist die Distanz der Mädchen zum handwerklich-technischen Bereich, denn nach wie vor greifen Schülerinnen auf ein sehr eingeschränktes Berufsspektrum zurück, bei denen soziale und kaufmännische Berufe vorherrschen. Der Beitrag hinterfragt, welchen Gewinn der Girls Day über das positive außerschulische Erlebnis hinaus in Sachen Gleichstellung bzw. Mädchen- und Jungenförderung wirklich hat. Die gezielt geschlechterbezogene Ausschreibung, Zielsetzung und Organisation dieser Programme signalisiere den Jugendlichen Defizite und übergehe die vielschichtige Heterogenität bei den Jugendlichen. Dem Anspruch, Schülerinnen und Schülern über die Geschlechtergrenzen hinweg neue Berufsmöglichkeiten aufzuzeigen, werde bislang mit einer neuerlich stereotypen Zuweisung entsprochen. Die schulische Exkursion in fremde Berufswelten sollte deshalb mit einer deutlich zurückhaltenderen, nachrangigen Geschlechterperspektive erfolgen mit dem Ziel einer individuellen Berufsförderung der Mädchen und Jungen. (BIBB-Doku)