Bildungsautonomie: Zwischen Regulierung und Eigenverantwortung : Jahresgutachten 2010
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142992
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VS Verl. für Sozialwissenschaften
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Wiesbaden
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Abstract
Die Forderung nach mehr Eigenständigkeit von Bildungsinstitutionen ist seit langem in der bildungspolitischen Diskussion. Eine zufriedenstellende Umsetzung blieb jedoch bisher aus. Der Aktionsrat Bildung analysiert in seinem Jahresgutachten 2010 die einzelnen Bildungsinstitutionen im Hinblick auf ihr Autonomiemaß und formuliert den Bedarf an Regulierung und Deregulierung für jeden Bildungsbereich. Den politischen Akteuren werden konkrete Handlungsempfehlungen unterbreitet. Während im Vorschulbereich ein deutlicher Bedarf an Regulierung angeregt wird, wird im Schulbereich für mehr Autonomie plädiert. In der Berufsausbildung sollte insbesondere das Übergangssystem, dem es an einer standardisierten Regelung des Ausbildungsangebots und der Ausbildungsinhalte fehlt, neu organisiert werden. Zudem müssten Bildungs- und Arbeitsmarktakteure mehr in die Verantwortung genommen werden und u.a. Berufswahlprozesse stärker begleiten. Im Zuge der Flexibilisierung müsste eine Vereinfachung der hochgradig komplexen Berufsstruktur angestrebt werden, die sowohl größere Durchlässigkeiten zwischen einzelnen Berufsfeldern als auch über den Lebensweg hinweg erlaubt. Für den Hochschulbereich resümiert der Aktionsrat Bildung vor allem im Finanzbereich eine Fortführung der Deregulierung, während für die Weiterbildung eine maßvolle Regulierung gefordert wird durch mehr Verantwortungsübernahme durch den Bund und im Rahmen einer verstärkten Regulierung durch die Länder. Das gemeinsame Ziel ist für jede Bildungseinrichtung ein größtmögliches Maß an Selbstständigkeit, um schnell und unmittelbar vor Ort auf Herausforderungen reagieren zu können und somit die Gewährleistung eines hohen Bildungsniveaus für alle sicherzustellen. (BIBB-Doku)