Flexibilisierungspotenziale für die deutsche Berufsbildung durch Europa? : kritisch-konstruktive Anmerkungen mit Blick auf das deutsche "Übergangssystem"
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Abstract
"Ein Meilenstein der aktuellen europäischen Bildungspoltik ist der sog. "Lissabon-Brügge-Kopenhagen-Prozess", der auf Beschlüsse des Europäischen Rates von Lissabon 2000 rekurriert. Insbesondere die Brügge-Initiative von 2001 wird als ein programmatischer Grundstein für die nachfolgende Erklärung von Kopenhagen gesehen. In Ihr haben sich die EU-Mitgliedstaaten auf eine intensive Zusammenarbeit verständigt. Der Brügge-Prozess steht hierbei nicht allein oder gar in Konkurrenz zu vergleichbaren europäischen Initiativen, Zielsetzungen und Beschlusslagen, wie dem im aktuellen LEONARDO-Programm zentral avisierten "Lebenslanges Lernen", sondern er ist eine Stufe innerhalb einer Gesamtstrategie: Wichtige Zielmarken sind hierbei die Weiterentwicklung der Bildungsbeteiligung in Europa, die Stärkung der beruflichen Bildung und ihrer gesellschaftlichen Verwertbarkeit sowie die Durchlässigkeit der Bildungs- und Berufsbildungssysteme. Als ein Hauptprodukt auf der politisch-strategischen Ebene kann hierbei der "Europäische Qualifikationsrahmen" betrachtet werden. Seine Festigung als Ziel einer neuen Europäischen Berufsbildungspoltik mit doch recht deutlicher Bindungswirkung erfolgte dann vor allem in Maastricht 2004 (Maastricht-Kommunique), in dem es nochmals um die Imagesteigerung beruflicher Bildung, die Optimierung von Übergängen und Durchlässigkeit, die besser Verzahnung von Berufsbildung und Arbeitsmarkt, verbesserte Chancen für Geringqualifizierte und zudem um das Thema "Qualität" in der Berufsbildung ging." (BIBB-Doku)