Weiterbildungsbedarf von technischen Fach- und Führungskräften : eine RKW-Untersuchung ausgeführt von Gewiplan (Frankfurt/ Main), ifo (München)

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Das RKW initiierte eine Untersuchung, in der mit Methoden der Marktforschung der Weiterbildungsbedarf technischer Fach- und Führungskräfte nach Inhalt, Vermittlungsformen und Bedeutung transparent gemacht werden sollte. Die Bedarfsermittlung sollte Zukunftsorientierung und Entwicklung technischer Trends berücksichtigen. Die Ergebnisse der Untersuchung, die den Stand zwischen den alten und neuen Bundesländern präsentieren, werden genutzt, um Empfehlungen an Förderstellen und andere Weiterbildungsträger zu geben. (BIBB) Die Untersuchung versucht den Weiterbildungsbedarf für technische Fach- und Führungskräfte nach Inhalt, Vermittlungsformen und Bedeutung transparent zu machen. Dazu wurden 1991/92 Unternehmensleitungen und technische Fach- und Führungskräfte des produzierenden Gewerbes befragt und die Unternehmensentwicklung, die Weiterbildungspraxis, die Weiterbildungserfahrung und die Weiterbildungsinhalte erhoben. Dabei ergibt sich Weiterbildungsbedarf auf die technischen Fachkräfte sowohl in der Selbsteinschätzung der Bedarfsträger als auch in der Einschätzug der Unternehmen vordringlich im fachlich-technischen Bereich (u.a. Qualitätssicherung und neuen Fertigungsverfahren). Daneben spielen Einzelthemen der Sozial- bzw. Methodenkompetenz eine Rolle. Für die technischen Führungskräfte werden, soweit fachlich-technische Inhalte gefragt sind, von den Unternehmen ähnliche Themen genannt wie bei den Fachkräften. Den fachübergreifenden Themen aus dem Bereich der Methoden- und Sozialkompetenz, die bei den Fachkräften geringeres Gewicht einnehmen, wird bei den Führungskräften mindestens ebenso hohe Bedeutung beigemessen. infolge der fortschreitenden Spezialisierung und der sich verkürenden Halbwertzeit der jeweils in der Praxis benötigtenn Fachkompetenz wächst zwangsläufig des Gewicht der beiden anderen Elemente der Handlungskompetenz, nämlich der Methoden- und Sozialkompetenz."Die Ergebnisse spiegeln den virulenten, den bewussten Bedarf wider. Sie lassen sich wie folgt zusammenfassen: - Der Weiterbildungsbedarf der Führungskräfte ist höher als der der Fachkräfte. - Bei technisch-fachlichen Themen ist der Bedarf beider Gruppen etwa gleich. - Bei Führungskräften haben die Bereiche 'Führung, Organisation, Recht, Wirtschaftlichkeit' und 'Persönliche Qualifikation' höhere Bedeutung als technisch-fachliche Themen. - Bei techischen Fachkräften haben die Weiterbildungsthemen 'Führung, Organsiation, Recht, Wirtschaftlichekit' und 'Persönliche Qualifikation' geringere Bedeutung als techisch-fachliche Themen. - Grössere Unternehmen führen in Weiterbildung in wesentlich grösserem Umfang durch als kleinere und äussern auch einen wesentlich höheren künftigen Weiterbildungsbedarf. Ausserdem wird bei ihnen die Weiterbildung weit häufiger systematisch und professionell betrieben. Latenter Bedarf besteht besonders in kleineren Unternehmen in den Bereichen - Führungsverhalten und Führungswissen - Projektmanagement - Organisation, Arbeitsmethodik Vielfach ist dieser Bedarf noch nicht erkannt, oder die Artikulation stösst auf betriebsinterne Hindernisse. Zu den häufig ungelösten betrieblichen Problemsituationen gehören dementsprechend: - Führungsmängel - Konflikte durch traditionelle Firmenphilosophie und Denkgewohnheiten - Generationsprobleme mit älteren leitenden Mitarbeitern - derzeitige Altersstruktur, fehlender Nachwuchs." (IAB2)

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