Lebenslanges Lernen und Arbeit: Weiterbildungskompetenz und Weiterbildungsverhalten der deutschen Bevölkerung
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80516
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Abstract
Der Beitrag stellt zentrale Ergebnisse einer Repräsentativstudie vor, in deren Zentrum die Frage nach den Zusammenhängen zwischen lebenslangem Lernen und Arbeit bzw. Arbeitsorganisation stand. Untersucht wurde die Verbreitung der Lernkompetenzen in der erwerbsfähigen Bevölkerung vor dem Hintergrund vorberuflicher Sozialisations-, Bildungs- und erwerbsbiographischer Erfahrungen bzw. Arbeitserfahrungen. Die Befunde bestätigen die beiden Grundthesen, dass für die Beschäftigungsfähigkeit der Individuen im Lebensverlauf ihre Fähigkeit und Bereitschaft zu kontinuierlichem Lernen eine zentrale Voraussetzung bleibt und dass eine enge Verbindung von Arbeiten und Lernen ein erfolgversprechendes Konzept darstellt. Sie lassen den Schluss zu, dass die relative Eigenständigkeit des Faktors Arbeitsorganisation in der Kompetenzentwicklung sowohl Chancen als auch Grenzen für Subjekte udn staatliche Politik markiert und Rückfragen an die aktive Arbeitsmarktpolitik stellt, insbesondere an ihre Instrumente Fortbildung und Umschulung. Die Befunde zum Verhältnis von Weiterbildungsteilnahme und von Arbeitslosigkeitsbetroffenheit legen den Schluss nahe, dass die employability weniger von externen Weiterbildungsangeboten als von betriebsinternen Möglichkeiten des Lernens in und durch Arbeit abhängig ist. Eine engere Kopplung von Arbeiten und Lernen ist kein automatisches Beiprodukt der Entwicklung zur Wissensgesellschaft, sondern muss arbeits-, arbeitsmarkt- und weiterbildungspolitisch immer wieder hergestellt werden. (BIBB2)