Einheitlicher Qualifikationsrahmen im Brügge-/Kopenhagen-Prozess zwischen Schulabschluss und Kompetenz

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Abstract

Der Beitrag setzt sich kritisch mit dem Vorschlag der EU-Kommission zur Anerkennung von Qualifikationen auseinander. Dieser soll die bisherigen unübersichtlichen Regelungen durch ein neues, allgemeines System von fünf Qualifikationsstufen ersetzen. Die vorgeschlagene Richtlinie wird aus berufsbildungspolitischer und -pädagogischer Sicht bewertet. Als eines der Kernprobleme dieser Richtlinie sehen die Autoren, dass die Bedeutung von Qualifikationen und Zertifikaten stärker in den Mittelpunkt rückt als die berufliche Tätigkeit und damit eine Äquivalenz der formalen Schul- und Hochschulbildung mit der anschließenden Tätigkeit angenommen wird, die der Wirklichkeit auf den europäischen Arbeitsmärkten nur selten entspreche. Vor diesem Hintergrund prüfen die Autoren den Vorschlag der Kommission und entfalten im Anschluss selbst einige Grundlagen, auf denen ein europäisches System zur Anerkennung aufgebaut werden sollte. In ihrem Fazit weisen sie auf die deutliche Unterbewertung aller dualen Formen berufsqualifizierender Ausbildungsgänge hin, während akademische Abschlüsse, die nicht selten in ihrer Qualität hinter einer qualifizierten dualen Berufsausbildung zurückfallen, überbewertet werden. (BIBB-Doku)

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