Deutscher Pflegenotstand - globale Gesundheitsfachkräftekrise

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Abstract

"Ausgebildete Gesundheitsfachkräfte sind weltweit knapp. Nach Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation WHO fehlen allein in den Gesundheitssystemen der unterversorgten Länder dieser Welt über sieben Millionen Fachkräfte, um die allernötigste Versorgung zu gewährleisten. Ein Mangel mit oft tödlichen Folgen. In den von Ebola betroffenen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea entfalten sich derzeit die grausamen Wirkungen ausgedünnter Gesundheitssysteme." Vor diesem Hintergrund setzt sich der Beitrag kritisch mit der deutschen Politik auseinander, den Fachkräftemangel im deutschen Gesundheitswesen durch die Anwerbung von Personal aus dem Ausland beheben zu wollen. Er zeigt die Effekte der Anwerbung für Deutschland als auch für die Herkunftsländer auf. Verantwortliche globale Gesundheitspolitik bedeute aber, den Mangel an Gesundheitspersonal in erster Linie über den heimischen Arbeitsmarkt zu decken, da die Abwerbung aus Ländern wie Vietnam, China oder den Philippinen die Versorgung der Bevölkerung dort gefährde. Zudem sei zu befürchten, dass über die Auslandsrekrutierung langfristig weitere Prozesse des Lohndumpings und der Beschneidung von Arbeitnehmerrechten in Deutschland eingeleitet werden und für Betriebe ein Anreiz geschaffen werde, Ausbildungskosten einzusparen. Dieser Teufelskreis aus schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege und daraus resultierendem Fachkräftemangel und grenzüberschreitender Abwerbung müsse durchbrochen werden. Die Bundesregierung stehe in der Pflicht, eine Strategie zur Personalentwicklung in der Pflege vorzulegen und umzusetzen, die die Attraktivität der Pflegeberufe steigert und die grenzüberschreitende Anwerbung von Gesundheitsfachkräften unnötig macht. (BIBB-Doku)

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