Digitale Medien als Werkzeuge inklusiven Lernens in Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten der Bauindustrie - Das Projekt MeinBerufBau
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Abstract
"Bereits das Berufsbildungsgesetz vom 23.03.2005 (§ 64 BBiG) fordert ausdrücklich, dass (auch) behinderte Menschen in anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden sollen. Dies impliziert das Recht aller Jugendlichen mit Behinderungen, gemeinsam mit Nicht-Behinderten lernen zu dürfen. Am Lernort Überbetriebliche Berufsbildungsstätte (ÜBS) treffen- wie auch an den weiteren Lernorten - behinderte und nicht behinderte Auszubildende aufeinander. Insoweit besteht hier zweifelsfrei ein Bedarf an inklusionsorientierten Lernumgebungen, die ein gemeinsames und zugleich subjektorientiertes Lernen in den ÜBS unterstützen. Ebensolche Lernsettings können Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Bauwirtschaft verbessern und langfristig die Teilhabe am Arbeitsleben erhöhen. Das Projekt MeinBerufBau adressiert im Sinne der grundlegenden Prämisse inklusiven Lernens (gemeinsames Lernen von Behinderten und Nicht-Behinderten zu fördern) grundsätzlich alle Auszubildenden. Besondere Aufmerksamkeit und Verantwortung soll dabei aber denjenigen Auszubildenden zuteilwerden, die als vulnerable Gruppen gelten. Im Kontext des Projektes werden dabei Auszubildende mit Beeinträchtigungen im Bereich Lernen in den Blick genommen, bei denen z. B. vormals ein entsprechender sonderpädagogischer Förderbedarf diagnostiziert bzw. eine Lernbehinderung festgestellt wurde. Gleichwohl ist es ein zentrales Anliegen des Projektvorhabens, keine Kategorisierungen der Auszubildenden vorzunehmen, die in der Folge zu einer Etikettierung bzw. Stigmatisierung führen und defizitorientiert sind. Vielmehr sollen Ausgrenzungsrisiken verringert und die Partizipation und der Erfolg in Bezug auf eine berufliche Ausbildung unterstützt werden." (Textauszug; BIBB-Doku)