Frauen verdienen mehr : zur Neubewertung von Frauenarbeit im Tarifsystem
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101133
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Edition Sigma Bohn
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Berlin
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Abstract
Die Ursache von geschlechtsspezifischen Einkommensunterschieden wird meist darin gesehen, dass es Frauen an beruflicher Qualifikation mangelt und dass ihnen insbesondere die richtige, sprich technische Qualifikation fehlt. Die Beiträge dieses Buches stellen diese Diagnose infrage, indem sie eine Analyse - der derzeitigen gesellschaftlichen, berufssoziologischen, arbeitswissenschaftlichen und tariflichen Bewertungsstrukturen, - der Anforderungen in konkreten Frauenberufen und -tätigkeiten im Vergleich mit den zugeschriebenen Bewertungen, - der Berücksichtigung der Interessen von Männern im Vergleich zu der von Frauen in Tarifverträgen vornehmen und Ansatzpunkte und Wege zur Neubewertung entwickeln. Die Ergebnisse der Analysen zeigen, dass vielfach Qualifikationen und Kenntnisse in von Frauen ausgeübten Tätigkeiten vorausgesetzt werden, die nicht formal nachgewiesen werden müssen und die deshalb auch nicht vergütet werden. Das trifft z.B. zu für Reinigungsfrauen, Wäscherinnen oder für Frauen in Sekretariaten und Schreibdiensten. Auch formale Qualifikationen werden oft nicht angemessen honoriert, wie am Beispiel einiger Frauenberufe (Arzthelferinnen, Krankenschwestern, Erzieherinnen) gezeigt wird. Das Buch schliesst mit zwei Beiträgen über ausländische Erfahrungen mit Politik und Gesetzgebung zur Lohngleichheit am Beispiel von Grossbritannien und Norwegen. (IAB2)