Soziologie als Fiktion? : zum beruflichen Selbstverständnis berufstätiger Soziologen ausserhalb der Universitäten
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92615
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Abstract
Es wird über zentrale Ergebnisse einer Untersuchung berichtet, die sich mit der Frage beschäftigt, "ob und in welcher Weise die ausserhalb der Universitäten tätigen, ausgebildeten Soziologen sich nach einigen Berufsjahren noch auf Soziologie als Kern ihrer beruflichen Identität beziehen, ob es also aus ihrer Perspektive etwas spezifisch Soziologisches in ihrem Arbeitshandeln gibt. Die Antwort auf diese nicht ganz einfach zu beantwortenden Frage ist von grossem Interesse für die Gestaltung einer praxisgerechten Soziologenausbildung. Aus der Perspektive der Lehrbuch-Soziologie ist es nicht schwer, sowohl Trennendes als auch Verbindendes zwischen der eigenen Disziplin und den Nachbarfächern wie Politik- oder Wirtschaftswissenschaften zu definieren. Wenn wir aber den Anspruch einer auch auf die ausseruniversitäre Praxis hin ausgerichteten (oder zumindest dafür tauglichen) Ausbildung ernst nehmen wollen, gilt zu prüfen, welchen Beitrag spezifisch soziologisch geprägte Fachkompetenz dort leisten kann und wie dies im Selbstbild der Akteure verankert ist." Die Auswertung stützt sich auf die Befragung von 25 Soziologen mit erzählgenerierenden Fragen, die wenigstens zwei Jahre ausserhalb der Universität tätig gewesen sein mussten. (IAB2)