EUROPASS Berufsbildung
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Abstract
Angesichts der steigenden Nachfrage nach interkulturellen Kompetenzen an den internationalen Arbeitsmärkten sollte diese stärker in den Mittelpunkt der beruflichen Bildung gerückt werden. Die Autoren untersuchen, wie sich die während Arbeitsaufenthalten im Ausland erworbenen Kompetenzen darstellen, einordnen und bewerten lassen. Derartige Auslandsaufenthalte werden mittlerweile als effektives Instrument zur Erlangung interkultureller Kompetenzen erachtet. Sie müssen jedoch sorgsam geplant, mit den ausländischen Partnern abgestimmt werden, und die möglichen Auswirkungen auf die Curricula sind zu bedenken. Mit Blick darauf, den Mehrwert von Ausbildungsabschnitten im Ausland zum Nutzen des Auszubildenden und seines Arbeitgebers zu dokumentieren, erscheint die Entwicklung valider Zertifizierungsmethoden von vorrangiger Bedeutung. Der Beitrag spiegelt ein Ergebnis des Leonardo-Projekts Practicert/Europass Pluss wider, nämlich den Erwerb interkultureller Kompetenzen. Im Vordergrund steht deshalb die Fragestellung, welche pragmatischen Überlegungen notwendig sind, um interkulturelle Kompetenzen im Rahmen von Practicert zu erfassen und durch ECVET Credit Points bewerten bzw. zertifizieren zu lassen. (BIBB2)