Keine geeigneten Bewerber? - Wie die öffentliche Ausbildungsstatistik die Lage auf dem Ausbildungsmarkt verschleiert : DGB-Kurzanalyse der BA-Statistik für das Ausbildungsjahr 2016
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178317
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Berlin
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Abstract
"Seit Jahren klagt die Wirtschaft darüber, dass sie Ausbildungsplätze nicht besetzen kann. Schuld sei unter anderem der Trend zum Studium. Das wird jedoch vom Nationalen Bildungsbericht widerlegt: Er kommt zu dem Schluss, dass die Betriebe nicht genug ausbilden - und das traditionelle Potential der Jugendlichen nur unzureichend ausschöpfen. Rund 270.000 Jugendliche stecken in zahllosen Maßnahmen im Übergang von der Schule von der Ausbildung fest, die meisten von ihnen haben einen Haupt- oder Realschulabschluss. Und: Obwohl die Lage auf dem Ausbildungsmarkt angeblich so entspannt ist, bleibt der Anteil der Menschen ohne Berufsabschluss konstant hoch. Laut Statistischem Bundesamt haben 1,2 Millionen Menschen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren keinen Berufsabschluss. Wenn es tatsächlich einen Bewerbermangel geben würde, müsste die Zahl der Ausbildungslosen deutlich niedriger ausfallen. Doch wie kommt es zu diesen unterschiedlichen Einschätzungen? Das hat der DGB in der vorliegenden Kurzstudie untersucht und sich dabei auf offizielle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit gestützt. Ergebnis: Die These, dass es in Deutschland mehr offene Ausbildungsplätze als Bewerber gibt, ist schlicht falsch." (Hrsg., BIBB-Doku)