Wurzeln, Wandlungen und Wege: praktisches Lernen in der Haushaltslehre im Spiegel eines interdisziplinären Dialogs zwischen Fachdidaktik und Erziehungswissenschaft
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Abstract
"Der Beitrag stellt aus pädagogischer Perspektive den Veränderungsprozess dar, den praktisches Lernen im Haushaltslehre- Unterricht seit dessen Einführung an allgemeinbildenden Schulen des Deutschen Reiches bis in die Gegenwart im Spiegel fachbezogener Theorien erfahren hat: Von einer aus heutiger Sicht ambivalent zu beurteilenden Praxis in der Konzeptionen der Arbeitsschulbewegung (Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts) über eine starke Ausrichtung am verbal- kognitiven Lernen im Umfeld der Curriculumreform der siebziger Jahre, wird es in der Fachdidaktik der 80er und 90er Jahre zum handlungsorientierten Lernen transformiert, das Denken und Tun gleichgewichtig verbinden und die Selbständigkeit der Schüler fördern will. Aktuelle und künftige Reflexionen zur Gestaltung und Zielsetzung praktischen Lernens im Haushaltslehre- Unterricht können sich auf die Bildungstheorie von Wolfgang Klafki stützen, darüber hinaus auf solche postmoderne erziehungswissenschaftliche Richtungen, die unter anderem unter Berufung auf den amerikanischen Philosophen und Pädagogen John Dewey ein sozial-konstruktivistisches Bildungsverständnis konzipieren. Im Rahmen dieser Sichtweisen ist praktisches Lernen im Haushaltslehre-Unterricht auch vor postmodernem Hintergrund als wertvoller Beitrag zur Bildung der Heranwachsenden zu begründen." (Autorenreferat)