Internationalisierung der Bildung in den Chemiebranchen Europas : europäische Bildungspolitik aus Sicht der Chemie
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Abstract
Die Koordinierung nationaler Bildungspolitik hat die Mobilität von Lernenden und Arbeitnehmern in Europa erleichtert, indem sie für die nationalen Bildungssysteme Reformprozesse angestoßen hat. Bildung bedeutet den deutschen Arbeitgebern jedoch mehr als Employability. Die Befähigungen der Mitarbeiter dürfen nicht auf die reine Verwertbarkeit im Produktionsprozess reduziert werden, zukunftsfähige Bildung müsse sich an der Entwicklung der Arbeitswelt und deren Anforderungen orientieren. Der Beitrag nimmt Europa als bildungspolitischen Akteur in den Blick. Ausgehend von einem enger gefassten Bildungsbegriff zeichnet er die Entwicklung der europäischen Bildungspolitik zunächst historisch nach und stellt die bildungspolitischen Tätigkeitsfelder der EU dar, bevor aus Sicht der deutschen Chemie die europäische Bildungspolitik beleuchtet und ihre Instrumente Qualifikationsrahmen und Leistungspunktesystem bewertet werden. Als bedeutende Industriebranche bezieht die Chemie Stellung gegenüber den seit der Jahrtausendwende intensivierten Versuchen der EU, sich bildungspolitisch zu profilieren. Europäische Bildungspolitik verfüge - so die abschließenden Ausführungen - über ein erhebliches Reformpotenzial auf nationaler Ebene; bei alledem müsse jedoch das Subsidiaritätsgebot beachtet werden. (BIBB-Doku)