Über das Missverständnis von Medientechnik im Unterricht
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180664
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Abstract
Professor Lankau setzt sich in seinem Beitrag kritisch mit der Nutzung digitaler Medien auseinander. Der Einsatz digitaler Medien wird in vielen Programmen und für alle Schulformen, inklusive der Berufsschule, nachhaltig postuliert. Unterricht und Bildung werden wie produktionstechnisch herzustellende Ware definiert - eine technokratische Sichtweise, die einem ökonomistischen Bildungsbegriff entspreche. Als Beispiel wird der Bertelsmann-Konzern angeführt, der damit werbe, dank Digitalisierung 'Bildung auch online in guter Qualität' ausliefern zu können. Angesichts wissenschaftlicher Zweifel zum Nutzen und Vorteil digitaler Medien im Unterricht - z. B. nachzulesen im OECD-Bericht 'Students, Computers and Learning'- plädiert der Autor dafür, erst in der Mittelstufe (mit 11, 12 Jahren) digitale Medien im Unterricht einzusetzen. An beruflichen Schulen werde man den Umgang mit Digitaltechnik bzw. entsprechenden Geräten und Anwendungen praxisnah vermitteln (müssen), weil es essentieller Bestandteil der Arbeitswirklichkeit in vielen Betrieben sei. (BIBB-Doku)