Milieuspezifische Bildungszugänge und arbeitsintegrierte Lernbedürfnisse : Arbeiten und Lernen im Lebenszusammenhalt und soziale Teilhabe von Bildungsbenachteiligten
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164133
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Wien
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Abstract
Der Modus von Arbeiten und Lernen und damit die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung wird im aktuellen Diskurs zu einer sozialen Norm und zunehmend sogar zur Voraussetzung für soziale Teilhabe insgesamt erklärt und als allgemeine Anforderung an alle postuliert. "Um den Herausforderungen einer lebenslangen Weiterbildung begegnen zu können, müssen die unterschiedlichen sozialen Voraussetzungen von Lernen thematisiert, die sozial benachteiligenden Wirkungen der dominierenden und organisierten Lehr- und Lernformen dekonstruiert werden." Es geht dem Autor darum, die spezifischen Lernbedürfnisse von bereits durch das sozial differenzierende Schulsystem Benachteiligten und als 'Geringqualifizierte' Bezeichneten zu thematisieren und die Entwicklung ihrer sozialen Teilhabemöglichkeiten zu diskutieren. Der Beitrag fühlt sich einer kritisch soziologischen Perspektive verpflichtet, der die Vorstellung eines einheitlichen Bildungssubjektes in Frage stellt. Es geht um eine Neubewertung der subjektiven Gründe für eine Nicht-Teilnahme an Weiterbildung. Die soziale Dimension von Bildung in den Kategorien von Habitus und Milieu wird erläutert sowie die herausragende Rolle der betrieblichen Ebene für gelingende Lernerfahrungen herausgestellt, wobei die lernförderliche Arbeitsgestaltung ein wichtiger Ansatzpunkt ist. Die eigentliche Kernfrage sei jedoch - so der Autor - die Herstellung biographischer Sicherheit, um die Chancen sozialer Teilhabe für (bildungs-)benachteiligte Gruppen zu erhöhen. (BIBB-Doku) Inhalt: 2.Subjektive Gründe für Nicht-Teilnahme an Weiterbildung - eine Neubewertung. 3. Die soziale Dimension von (Weiter-)Bildung - Milieu, Habitus. 4. Herausragende Rolle der betrieblichen Ebene - lernförderliche Arbeit. 5. Sicherung sozialer Teilhabe als gesellschaftliches Regulierungsproblem.