Weiterbildung und Frauenerwerbstätigkeit
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Abstract
"Bilanziert man die Entwicklung der Weiterbildungspolitik der vergangenen zehn Jahre unter geschlechtsspezifischen Aspekten, so ist das Ergebnis eindeutig: Frauen nehmen an beruflicher Weiterbildung, sei sie Teil der öffentlichen Arbeitsmarktpolitik oder der betrieblichen Personalpolitik, nur unterdurchschnittlich teil. Nachdem Frauen bei den schulischen Bildungsabschlüssen mit Männern gleichgezogen und im Bereich der beruflichen Erstausbildung erheblich aufgeholt haben, sind sie in der beruflichen Weiterbildung nach wie vor unterrepräsentiert. Da der Zugang zu beruflicher Weiterbildung stärker noch als in anderen Bildungsbereichen, von einer hohen sozialen Selektivität geprägt ist, spiegelt sich die spezifische Arbeitsmarktsituation von Frauen in der Weiterbildungsteilnahme besonders wider. Die Chancen, an beruflicher Weiterbildung teilnehmen zu können, sind für beide Geschlechter anhängig von der beruflichen Position, der Zugehörigkeit zur Stammbelegschaft oder zu bestimmten Berufsgruppen, einer möglichst kontinuierlichen Erwerbsbiographie und einer gewissen zeitlichen und räumlichen Flexibilität, wobei das Alter ebenfalls noch eine Rolle spielt. Die Beschäftigungssituation von Frauen entspricht jedoch diesen Kriterien häufig nicht oder nur teilweise - so dass Frauen als Gruppe insgesamt schlechtere Zugangschancen haben und gleichzeitig innerhalb der Gruppe der Frauen weitere soziale Differenzierungen feststellbar sind. Der Artikel stellt eine Bestandsaufnahme der Situation dar, diskutiert Lösungsvorschläge und zieht Schlussfolgerungen für eine frauenfördernde Qualifizierungspolitik." (Autorenreferat)