Auf dem mühsamen Weg zur "Selbständigen Schule" - ein Modellversuch in Nordrhein-Westfalen im Zeichen der PISA- Debatte
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Abstract
In Nordrhein-Westfalen läuft seit 2002 ein Modellversuch mit einer grösseren schulischen Selbständigkeit, an dem landesweit öffentliche Schulen aller Formen und Stufen beteiligt sind. Ihnen wird probeweise für sechs Jahre mehr Gestaltungsfreiheit in curricularer, organisatorischer, personeller und finanzieller Hinsicht eingeräumt. Der Beitrag konzentriert sich auf die Beschreibung der charakteristischen Merkmale des laufenden NRW-Projekts und erörtert es unter entstehungsgeschichtlichem und rechtssystematischem Blickwinkel. Vor diesem Hintergrund benennt der Autor die offenen rechtlichen Fragen, die im Rahmen einer Überführung des Modellprojekts in ein dauerhaftes und flächendeckendes Konzept zu lösen wären. Als wesentlich wird die Frage der Rechtsfähigkeit der Institution Schule hervorgehoben, denn nach Auffassung des Autors kann das Konzept "Selbständige Schule" ohne eine eindeutige Klärung des rechtlichen Status der einzelnen Schule nicht konsequent umgesetzt werden. Im weiteren werde es entscheidend sein, inwieweit es gelingt, das Autonomiekonzept mit dem Gesichtspunkt der Qualitätsvorsorge zu verknüpfen. Insgesamt wird eine Rahmenregelung angemahnt, die den Schulen die notwendige Selbständigkeit einräumt, um die mit dem Autonomiekonzept verbundenen positiven Entwicklungen umsetzen zu können; auf der anderen Seite dürfe aber die Selbständigkeit nicht so gross werden, dass die Schulen den Modernisierungsprozess verweigern und abblocken können. (BIBB2)