Scientist-practitioner gap in Deutschland: Eine empirische Studie am Beispiel psychologischer Testverfahren
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Abstract
"Obwohl Intelligenz- und Persönlichkeitstests berufliche Erfolgskriterien valide vorherzusagen vermögen (Schmidt & Hunter, 1998), fristen psychologische Testverfahren in der Personalpraxis ein Schattendasein (Schuler, Hell, Trapmann, Schaar & Boramir, 2007). Der vorliegende Beitrag unternimmt den Versuch, die Diskrepanz zwischen wissenschaftlich generiertem Wissen und dessen Umsetzung in der Unternehmenspraxis am Beispiel vom Einsatz psychologischer Testverfahren für die Personalauswahl zu erkunden. Neben der Verwendungshäufigkeit psychologischer Testverfahren wurden deren Validität sowie potenzielle Beweggründe gegen ihren Einsatz von Personalverantwortlichen aus 116 deutschen Unternehmen eingeschätzt. Die Ergebnisse zeigen, dass psychologische Testverfahren verhältnismäßig selten eingesetzt und nur selten von psychologischen Testverlagen bezogen werden. Eine geringe berufliche Augenscheinvalidität wurde von den Personalverantwortlichen als potentiell bedeutsamster Grund für deren geringe Verbreitung in der Unternehmenspraxis angeführt. Mittels einer Datenbankrecherche wurde daraufhin untersucht, inwiefern Praktikermagazine zum Thema Human Resources über psychologische Testverfahren informieren. Es findet sich in diesen Zeitschriften eine geringere Thematisierungsrate als in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und damit ein unzureichender Transfer wissenschaftlicher Befunde." (Autorenreferat, BIBB-Doku)