Berufsschule - Auslauf- oder Ausbaumodell?
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Abstract
Der Beitrag befasst sich mit der Frage, ob die Berufsschule sich als tragfähiges Ausbaumodell erwiesen hat, das den veränderten Bedingungen gerecht zu werden vermag, oder ob sie nicht doch eine Schule des 19. Jahrhunderts geblieben ist, die eher Merkmale eines Auslaufmodells trägt. Ausschlaggebend für ihre Entwicklung waren nicht primär Berufsbildungsinteressen, sondern sozial- und staatspolitische Motive. Die vorherrschende Orientierung der Berufsschule an allgemein bildenden Kriterien, wie sie sich in den Differenzierungsansätzen (Spezialklassen, Zusatzunterricht, doppelqualifizierende Massnahmen, Leistungskurse) dokumentiert, dient eher dem allgemein bildenden Aufstieg, der einhergeht mit einem berufsbildenden Ausstieg besonders leistungsfähiger Schüler. Die untersuchten Differenzierungsansätze liefern aber auch konkrete Beispiele, die geeignet sind, das berufsbildende Profil der Berufsschule zu entfalten und sie als zukunftsbedeutsames Modell auszubauen. (BIBB2)