Weiterbildungsbiografien und -motivationen
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Abstract
"Übergänge im Lebenslauf sind mit dem Strukturwandel moderner Gesellschaften länger, differenzierter, vielfältiger und unbestimmter geworden; sie können diverse Suchprozesses mit 'open end' beinhalten und sie tragen für die betroffenen Übergangspassagiere vielfältige Chancen und Risiken. Ausgangspunkt ist ein institutionelles Passagesystem, das die Bildungspartizipation der Individuen in verschiedenen 'closed shops' mit exklusiven Zugangsbedingungen sozial formt: Das duale Berufsbildungssegment (dominant für männliche Jugendliche), das Schulberufssegment (dominant für weibliche Jugendliche) und das Hochschulsegment (Einlassticket in der Regel Abitur). Diese verlängerten Zwischen- und Übergangsphasen in der Moderne vom Schulabschluss bis ins mittlere Erwachsenenalter werden im Fokus der Bildungs-, Ausbildungs- und Weiterbildungsbiografie eines Samples der Hamburger Schulabschlusskohorte 1979 für den Zeitraum von 1980 bis 2007 analysiert. Datenbasis sind Längsschnittbefunde des "Hamburger Biografie-Lebenslauf-Pandels (HBLP". Der Beitrag verweist auf die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Blicks auf Bildung, Berufsausbildung und Weiterbildung im biografischen Kontext. Der methodische Ansatz dieser Arbeit zielt auf eine Verbindung von Einzelfall-, Biografie- und Lebenslaufperspektive. Wie gestalten die Sampleteilnehmer ihre Bildungs- und Weiterbildungsbiografie im Rahmen der institutionellen Gelegenheitsstruktur des Bildungs- und Weiterbildungssystems? Welche Interessen, Motive, Präferenzen haben sie?" (Autorenreferat, BIBB-Doku)