Sinkende Privatquote, steigende Staatsquote : Strukturwandel eines Berufsausbildungssystems. Eine Fallstudie zur Krise des dualen Systems beruflicher Bildung

bibb.id95890
dc.contributor.authorReier, Gustav [Verfasser]
dc.date.accessioned2018-12-17T11:45:59Z
dc.date.available2018-12-17T11:45:59Z
dc.date.issued1996
dc.description.abstractDas Berufsbildungssystem erfährt einen Strukturwandel durch Aufgabenzuwachs bei gleichzeitig sinkendem Ausbildungsstellenangebot. Das bedeutet, dass parallel zum geringeren Angebot an dualer Ausbildung die staatliche Versorgungsquote steigt, weil nur mit einem Ausbildungsvertrag eine duale Ausbildung möglich ist, während diese Beschränkung für das öffentlich-rechtliche berufsbildende Schulsystem nicht gilt. So haben die beiden Schwächen des dualen Systems - die Ausgrenzung sozial Benachteiligter und ein quantitativ unzureichendes Ausbildungsstellenangebot - bereits das Neue im Alten entstehen lassen: ein differenziertes Berufsvorbereitungssystem und einen mit öffentlichen Geldern finanzierten zweiten Ausbildungsstellenmarkt. Den Verfasser interessiert deshalb, wie sich duale Berufsausbildung und berufsbildendes Schulwesen als miteinander verbundene Einrichtungen beruflicher Erstausbildung analysieren lassen. Er geht von der These aus, dass die duale Berufsausbildung und spezifische Schulformen des beruflichen Schulwesens ein auf Gesellschaftsebene institutionalisiertes System beruflicher Erstausbildung darstellen. In seiner Untersuchung geht er auf den Zusammenhang von Berufsbildungswahlmöglichkeiten und Bildungsverpflichtungen Jugendlicher ein, auf die Berufsbildungsangebote des Berufsausbildungssystems, zwischen denen Jugendliche wählen können oder auf die sie ausweichen müssen, falls sie keinen Ausbildungsvertrag abschliessen konnten, ferner auf die Attraktivität dualer Berufsausbildung für Abiturienten. Schliesslich zeigt er anhand eines entwickelten analytischen Rahmens, dass sich in den letzten 25 Jahren der Anteil Jugendlicher, die auf staatliche Angebote der Berufsvorbereitung und berufliche Erstausbildungen ausweichen müssen, fast verdreifacht hat. Die Angaben zu dieser Fallstudie beschränken sich auf Hamburg. (BIBB2) Der Beitrag geht der Frage nach "wie sich duale Berufsausbildung und berufsbildendes Schulwesen als miteinander verbundene Einrichtung beruflicher Erstausbildung analysieren lassen. Die These lautet, dass die duale Berufsausbildung und spezifische Schulform des beruflichen Schulwesens ein auf Gesellschaftsebene institutionalisiertes System beruflicher Erstausbildung bilden. Das erste Kapitel behandelt den Zusammenhang von Berufsausbildungswahlmöglichkeiten und Bildungsverpflichtungen Jugendlicher. Im Mittelpunkt des zweiten Kapitels stehen die Berufsbildungsangebote des Berufsbildungssystems, zwischen denen Jugendliche wählen können oder auf die sie ausweichen müssen, falls sie keinen Ausbildungsvertrag abschliessen konnten. Gegenstand eines Exkurses ist die Attraktivität dualer Berufsausbildungen für Abiturienten. Im vierten Kapitel lässt sich mit dem entwickelten analytischen Rahmen zeigen, dass sich in den letzten fünfundzwanzig Jahren der Anteil Jugendlicher, der auch staatliche Angebote der Berufsvorbereitung und beruflicher Erstausbildungen ausweichen muss, fast verdreifacht hat." Die Problematik wird im Rahmen einer Fallstudie, die sich auf das berufsbildende Schulwesen der Freien und Hansestadt Hamburg beschränkt, erörtert. (IAB2)
dc.description.versionreferiert
dc.format.extentS. 113-134
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/handle/BIBB/709710
dc.language.isode
dc.relation.ispartofZeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik
dc.relation.ispartofvolume92 (1996), H. 2
dc.subject.classificationS 1.1 Allgemeinbildende Schule
dc.subject.classificationS 3.1.2.3 Fachschule (Technikerschule)
dc.subject.classificationG 1.3.1.1 Ausbildungsstellenmarkt
dc.subject.classificationS 3.2 Unternehmen und Behörden
dc.subject.classificationG 1.3.1 Bildungsangebot & -nachfrage
dc.subject.classificationG 2.1.1 Ökonomie / Märkte
dc.subject.classificationT 4.4 Politikwissenschaften
dc.subject.classificationG 2.3.5 Wirtschaftsstrukturwandel
dc.subject.classificationS 1.3.1 Ausbildung im Dualen System
dc.subject.classificationS 1.3.3 Vollzeitschulische Berufsausbildung
dc.subject.classificationS 1.3.2 Verbundausbildung
dc.subject.classificationS 4 Kosten & Finanzierung
dc.subject.classificationI 2.1.2.10 Hamburg
dc.subject.otherBerufswahl
dc.subject.otherSchulpflicht
dc.subject.otherBerufsfachschule
dc.subject.otherAusbildungsplatzangebot
dc.subject.otherBildungsnachfrage
dc.subject.otherPrivatwirtschaft
dc.subject.otherStaat
dc.subject.otherBerufsausbildung
dc.subject.otherStrukturwandel
dc.subject.otherDuales System
dc.subject.otherKrise
dc.subject.otherSchulische Berufsausbildung
dc.subject.otherÜberbetriebliche Ausbildung
dc.subject.otherFinanzierung
dc.subject.otherStudienberechtigter
dc.subject.otherBenachteiligter Jugendlicher
dc.subject.otherQuantitative Angaben
dc.subject.otherBerufsbildendes Schulwesen
dc.subject.otherHamburg
dc.subject.other1970-1994
dc.titleSinkende Privatquote, steigende Staatsquote : Strukturwandel eines Berufsausbildungssystems. Eine Fallstudie zur Krise des dualen Systems beruflicher Bildung
dc.typeText
dc.typeZeitschriftenaufsatz

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