Ausbildung für die Arbeitslosigkeit : strukturelle Defizite des Deutschen Dualen Systems der Berufsausbildung und Ansätze zur Modernisierung
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130619
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Diplomica Verlag
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Hamburg
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Abstract
Die Arbeitsmarktentwicklung ist mit einem tiefgreifenden Strukturwandel der Wirtschaft verbunden, der zu einer deutlichen Verlagerung der Beschäftigungsentwicklung führt. Während die Zahl der Erwerbstätigen in produzierenden Tätigkeitsfeldern sinkt, steigt sie in tertiären Tätigkeitsfeldern kontinuierlich an. Dual ausgebildete Kräfte sind von dieser Entwicklung besonders betroffen. Ziel der Arbeit ist es, die beobachtbare Arbeitsmarktentwicklung theoretisch fundiert und in Übereinstimmung mit den stilisierten empirischen Fakten zu erklären. Insbesondere geht es dabei um den Wirkungszusammenhang zwischen dem strukturellen Wandel der Wirtschaft und der qualifikatorischen Beschäftigungsentwicklung, um auf dieser Grundlage Ansätze zur Modernisierung des Dualen Systems der Berufsausbildung aufzuzeigen. Es wird herausgearbeitet, dass qualifikatorische und berufsbedingte Ungleichgewichte am Arbeitsmarkt in erheblichem Umfang durch das Ausbildungssystem verursacht werden, welches die Fachkräfte nur unzureichend auf die sich ändernden Anforderungen vorbereitet. Modernisierungsdefizite zeigen sich in einem Mangel an modernen Berufsbildern und veralteten Inhalten. Zudem erweisen sich dual ausgebildete Fachkräfte mit ihrem hohen Anteil spezifischen Wissens als nicht hinreichend mobil, um dem Strukturwandel am Arbeitsmarkt gewachsen sein. Die Folgen sind Mismatch und ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt. Als Ansätze zur Modernisierung werden die Früherkennung von Qualifikationsanforderungen, die Modularisierung der Berufsausbildung und das Lernfeldkonzept diskutiert. (BIBB-Doku)